AUA-Gruppe hebt Prognosen an

24. Oktober 2002, 10:42
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Heuer 40 Millionen Euro Betriebsgewinn erwartet - Aktie steigt

Wien - Die Austrian Airlines Group hat ihre Erwartung für das operative Ergebnis (EBIT) im Gesamtjahr 2002 nach oben revidiert. AUA-Konzernchef Vagn Sörensen rechnet nun mit einem Betriebsgewinn von 35 bis 40 Mill. Euro. Bei der Veröffentlichung der Halbjahresbilanz am 20. August war der Vorstand für heuer nur von 24 Mill. Euro ausgegangen.

Begründet wird die Anpassung der Ergebnisprognose mit dem dritten Quartal, in dem das österreichische Luftfahrtunternehmen sein historisch bestes Verkehrsergebnis eingeflogen hat. Dies habe sich ertragsmäßig entsprechend niedergeschlagen, hieß es in einer Pflichtmitteilung vom Donnerstag.

Buchungslage "zufriedenstellend"

Das dritte Quartal ist für Netzwerk-Fluggesellschaften wie die Austrian Airlines-Gruppe aus AUA, Lauda Air und Tyrolean Airways traditionell das verkehrs- und ertragreichste. Die Vorausbuchungslage für die verbleibenden Monate des Jahres 2002 sei "zufrieden stellend", teilte die AUA am Donnerstag mit. Weitere Details zum Ergebnisverlauf wird die Luftfahrtgruppe am 19. November 2002 mit dem Finanzergebnis des dritten Quartals veröffentlichen.

Aktie legt zu

An der Wiener Börse führt die AUA-Aktie mit einem Kursplus von 3,4 Prozent am Vormittag die Liste der Kursgewinner an. Das Papier notierte um 10.30 Uhr bei 7,29 Euro nach einem Vortagesschluss von 7,05 Euro.

Kurs bekräftigt

Der AUA-Vorstandschef bekräftigte den eingeschlagenen Kurs: "Die Ergebnisse belegen, dass wir durchaus in der Lage sind, in unserem Geschäftsmodell als Netzwerk-Airline erfolgreich zu sein". Neben Konsequenz sei nun auch die Flexibilisierung der internen Produktionsbedingungen im Flugbetrieb die Basis für die weitere Entwicklung. Im Jahr 2003 will Finanzvorstand Thomas Kleibl die Profitabilität und den Unternehmenswert "weiter nachhaltig erhöhen". Dies bedinge eine weitere Kostensenkung und die Fortsetzung eines offensiven Marketingkurses.

Zu Jahresbeginn hatte der AUA-Vorstand ein ausgeglichenes EBIT für 2002 angekündigt, die Rede war von angepeilten 4 Mill. Euro. Als im ersten Halbjahr das EBIT mit 29,7 Mill. Euro positiv ausfiel, wurde die Prognose im August auf 20 bis 25 Mill. Euro angehoben, ein Wert, den AUA-Chef Vagn Sörensen noch am Montagabend in Wien nannte. Der Halbjahreswert wurde mit einem rascheren Verkehrswachstum der Gruppe, damit verbundenen Marktanteilsgewinnen und "der deutlichen Effektivität der eingeleiteten Ertragssteigerungs- und Kostensenkungsmaßnahmen begründet. (APA)

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