Zufälle machen alt, nicht die Gene

23. Oktober 2002, 19:34
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US-Biologen hatten die Zellalterung beim Fadenwurm Caenorhabditis elegans untersucht

London - Das Altern von Zellen hängt zum großen Teil von Zufällen ab und nicht von den Genen. Das berichten US-Forscher im britischen Wissenschaftsjournal Nature. Die Biologen hatten die Zellalterung beim Fadenwurm Caenorhabditis elegans untersucht. Bei Mutanten des Wurms, die wegen einer genetischen Veränderung fast doppelt so lange leben können, begann der Verfall von Muskelzellen den Wissenschaftlern zufolge aber mitunter früher als bei normalen Würmern.

Die Forscher schließen daraus, dass die beobachtete Zellalterung stärker von zufälligen Ereignissen im Leben einer Körperzelle abhängt, etwa der Beschädigung der Zellmembran, als von einem genetischen Programm. Dies bedeute einen wichtigen Fortschritt zum Verständnis der Alterungsprozesse generell, das die Alterung von Muskelzellen beim Fadenwurm ähnlich abläuft wie beim Menschen. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 23. 10. 2002)

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    Caenorhabditis elegans

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