BA-CA-Profite fangen Ergebniscrash ab

23. Oktober 2002, 18:33
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Bank Austria-Creditanstalt bis September mit mehr Ergebnis als Münchner Mutterkonzern

Wien - Gerhard Randa, Chef der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA), spricht vom Ergebnis seines Hauses nach neun Monaten in offiziellen Statements zwar von "verfehlten Erwartungen", da der Vorsteuergewinn doch um knapp 39 Prozent deutlich rückläufig war und die Renditen massiv unter Druck stehen. Als Konzernvorstand in der Münchner HypoVereinsbank (HVB), die am heutigen Mittwoch als Ganzes bis Ende September 2002 ein Katastrophenergebnis hingelegt hat, kann er aber wohl mit Genugtuung darauf verweisen, dass nur dank der Interimsergebnisse der BA-CA das Loch in der HVB-Bilanz nicht noch viel tiefer klafft als ohnehin.

"Glatt gerettet"

Im Markt ist mittlerweile davon die Rede, dass die BA-CA die HVB-Bilanz "glatt gerettet" hat. Der Badener Rechtsanwalt und Großindustrie-Investor Rudolf Fries hatte bereits vorige Woche via Medien geätzt: "Es wäre vielleicht besser gewesen, wenn die Bank Austria die HypoVereinsbank gekauft hätte, nicht umgekehrt."

304 Mill. Euro Vorsteuergewinn weist die BA-CA aus ihrem Bankgeschäft in Österreich und Osteuropa für die ersten drei Quartale aus. Dieses Ergebnis fließt in die HVB-Konzernbilanz voll ein, wird in München aber durch Firmenwertabschreibungen und - trotz der seinerzeitigen BA-Übernahme via Aktientausch - zugeschriebener Refinanzierungskosten auf 148 Mill. Euro reduziert. Zugerechnet werden daraus Randas HVB-Geschäftsfeld Österreich und CEE rund 73 Mill. Euro, der Rest fließt in die anderen HVB-Vorständen unterstehenden Sparten Corporates & Markets (39 Mill. Euro), Wealth Management (13 Mill. Euro) und Sonstige (23 Mill. Euro). (APA)

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