IT-Dienstleister erwarten Ende der Krise

23. Oktober 2002, 16:41
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Unternehmen berichten von gesteigerter Nachfrage

Die deutschen IT-Dienstleister erwarten ein Ende der Krise. Wie eine Konjunkturumfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim ergeben hat, berichten im dritten Quartal 2002 deutlich mehr Unternehmen des Wirtschaftszweiges von einer gestiegenen Nachfrage als in den zwei Quartalen zuvor. Gegenüber dem Vorquartal sei bezüglich allen konjunkturellen Indikatoren der Umsatzanteil derjenigen gestiegen, die für das vierte Quartal eine Verbesserung erwarten, teilte das ZEW am Mittwoch mit.

IKT-Branchen haben profitiert

Laut der Untersuchung beträgt der Umsatzanteil der Unternehmen, die für die nächsten drei Monate eine Steigerung des Erlöses erwarten, mehr als 50 Prozent. Von der positiven Nachfrageentwicklung haben im dritten Quartal vor allem die IKT (Informations- und Kommunikationstechnologie)-Branchen profitiert, während bei den so genannten wissensintensiven Dienstleistern (Steuerberatung, Unternehmensberatung, technische Beratung und Planung, Forschung und Entwicklung u.a.) der Saldo negativ ist.

Wachstum verlangsamt

Generell hat sich das Wachstum der IT-Dienstleister in den vergangenen drei Monaten verlangsamt. Gegenüber dem Vorquartal ist die jährliche Umsatzwachstumsrate um mehr als einen Prozentpunkt zurückgegangen, berichtet das ZEW. Während allerdings die westdeutschen Dienstleister der Informationsgesellschaft mit einer jährlichen Wachstumsrate des Umsatzes von zwei Prozent noch immer überdurchschnittlich gut liegen, stagnieren die ostdeutschen Unternehmen mit einer Rate von 0,2 Prozent nahezu. Auch die Ertragsentwicklung der Dienstleister hat sich im dritten Quartal noch nicht stabilisiert. Laut ZEW-Umfrage berichten mehr Unternehmen von fallenden als von steigenden Erträgen. Allerdings mache sich die bereits spürbare positive Nachfrageentwicklung schon beim Personalstand bemerkbar. "Der Umsatzanteil der Unternehmen, die ihren Personalbestand erhöht haben, ist im dritten Quartal von unter 20 auf etwa 30 Prozent gestiegen", schreibt das ZEW.(pte)

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