Internet setzt sich am Stellenmarkt durch

23. Oktober 2002, 15:59
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Jobsuchende und Unternehmen bevorzugen das Web

Das Internet setzt sich sowohl bei Jobsuchenden als auch bei der Personalrekrutierung von Unternehmen immer mehr durch. Das geht aus zwei aktuellen Studien zum Stellenmarkt in Deutschland hervor. 88 Prozent der 1.000 größten Unternehmen Deutschlands verwenden laut einer Studie des Personaldienstleisters TMP Worldwide, Betreiber des Jobportals www.monster.de, externe Karriereportale, um qualifizierte Mitarbeiter zu finden, 67 Prozent davon sogar regelmäßig. 89 Prozent der Unternehmen veröffentlichen Stellenausschreibungen auch auf ihrer Homepage. Auf der Arbeitnehmerseite bestätigt eine Umfrage des Jobportals stellenanzeigen.de in Kooperation mit dem Münchner Stadtmagazin PRINZ unter 5.353 Bewerbern die Beliebtheit des Webs bei der Jobsuche.

27 Prozent setzen auf Online-Bewerbungsformularr

72 Prozent der von stellenanzeigen.de Befragten informieren sich vorrangig im Internet über offene Stellen, immer noch 58 Prozent bevorzugen in erster Linie Zeitungen, lediglich 22 Prozent geben dem direkten Weg über die Homepage der Unternehmen den Vorzug. Bei der Art der Bewerbung setzen doppelt so viele Jobsuchende auf die klassische Bewerbungsmappe wie auf die verschiedenen Formen der elektronischen Bewerbung. Bei den Verfechtern der elektronischen Bewerbung sprechen sich 27 Prozent für die E-Mail als beliebteste Form aus, beinahe ebenso viele (26 Prozent) setzen auf Online-Bewerbungsformulare.

Auf der Arbeitgeberseite gehen laut der Studie von TMP Worlwide rund 30 Prozent aller Bewerbungen online ein. 60 Prozent davon sind E-Mail-Bewerbungen, die einen relativ hohen Bearbeitungsaufwand haben. Demnach erleichtern vorgegebene Formulare den Unternehmen die Sichtung der eingelangten Bewerbungen deutlich. "E-Recruiting, also die Personalbeschaffung via Internet, erfreut sich bei Unternehmen zunehmender Beliebtheit", erläutert Wolfgang König, Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik an der Universität Frankfurt/Main. Sein Institut hat die Studie gemeinsam mit TMP Worldwide (pte)

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    foto: photodisc
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