Widerstand gegen WAZ-Einstieg im Süddeutschen Verlag

23. Oktober 2002, 14:13
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"Wir wollen einen Gesellschafter, der möglichst wenig hereinredet"

Im Verlag der "Süddeutschen Zeitung" regt sich nach einem Bericht der "Wirtschaftswoche" Widerstand gegen einen möglichen Einstieg der WAZ-Gruppe. Einer der fünf Familienstämme aus dem Gesellschafterkreis des Süddeutschen Verlags habe sich gegen einen Verkauf von Anteilen an die Essener Gruppe ausgesprochen, berichtete das Blatt vorab aus seiner neuen Ausgabe.

"Wir wollen einen Gesellschafter, der möglichst wenig hereinredet", hieß es zur Begründung. Deshalb sei auch die WAZ nicht erwünscht. Gegen den Einstieg anderer Investoren sei aber nichts einzuwenden. Bis spätestens Frühjahr 2003 werde es zu Veränderungen im Verlag kommen. Der "Spiegel" hatte vor zehn Tagen berichtet, die "SZ" sei wirtschaftlich stark angeschlagen und suche deshalb nach möglichen Investoren. (APA/AFP)

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