Amokfahrt mit Sattelschlepper in Oberkärnten

24. Oktober 2002, 11:09
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Opfer verstorben - Lenkerin stand unter Medikamenteneinfluss - Bei Verurteilung drohen bis zu drei Jahre Haft

Klagenfurt - Jene Frau, die Mittwoch in Oberkärnten eine Amokfahrt mit einem Sattelschlepper absolviert hat, befindet sich im Krankenhaus Spittal/Drau in Behandlung.

Für Donnerstag, ist eine erste ausführliche Befragung durch die Gendarmerie zu dem tragischen Vorfall mit einem Todesopfer vorgesehen.

Amokfahrt

Die Frau war offensichtlich unter Einfluss von Medikamenten mit dem Sattelschlepper von Stall im Mölltal in Richtung ihres Wohnortes Glödnitz unterwegs. In Mühldorf (Bezirk Spittal/Drau) überfuhr sie eine Verkehrsinsel. In Möllbrücke stieß sie einen an der Bushaltestelle wartenden Mann nieder. Der sehr stark sehbehinderte 75-jährige Pensionist aus Möllbrücke hatte keine Chance und wurde vom Schwerfahrzeug so schwer verletzt, dass er kurz nach der Einlieferung im LKH Klagenfurt verstarb.

Drei Jahre Haft drohen

Die Frau setzte ihre Amokfahrt fort und wurde erst gestoppt, als der Sattelschlepper bei der Autobahn-Auffahrt nahe Sachsenburg an den Leitplanken hängen blieb. Die apathisch wirkende Lenkerin wurde von der Gendarmerie ins KH Spittal/Drau gebracht. Die Staatsanwaltschaft verzichtete auf einen Haftbefehl.

Vor Gericht wird sich die Frau wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen verantworten müssen. Es drohen bis zu drei Jahre Haft. (APA)

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