3sat wird Medienpartner für Kulturhauptstadt Graz

23. Oktober 2002, 13:35
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Medienpartnerschaft unterschrieben - Koproduktionen, Kooperationen, Live-Übertragungen

Wenn Graz im kommenden Jahr "Kulturhauptstadt Europas" ist, soll der Kultursender 3sat, das Gemeinschaftsprojekt von ORF, ZDF, ARD und SRG, dafür die mediale "Trägerrakete nach Europa" sein. Dies erklärte "Graz 2003"-Intendant Wolfgang Lorenz am Mittwoch anlässlich der Unterzeichnung der Medienpartnerschaft zwischen dem Kulturhauptstadt-Projekt und 3sat. Diese Medienpartnerschaft sieht Koproduktionen, Kooperationen bei einzelnen Projekten und Live-Übertragungen vor.

"Selbstbehauptung" für Kultur

"Wir wollen 'Graz 2003' nach Europa kommunizieren, dafür ist 3sat ideal", sagte Lorenz. Für Gottfried Langenstein, 3sat-Chef und Direktor Europäische Satellitenprogramme beim ZDF, handelt es sich bei solchen Partnerschaften auch um eine notwendige "Selbstbehauptung" für Kultur, "gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, die auch am Kulturschaffen nicht vorüber gehen".

Die geplanten Produktionen

Die 3sat-Zuschauer werden zum Start des Kulturhauptstadtjahres am 11. Jänner 2003 mit einer "TV-Gala" live dabei sein. Eingeplant seien außerdem eine Reihe von Theater- und Musikproduktionen, darunter das neue Theaterstück von Henning Mankell, "Butterfly Blues", das als Auftragsstück für "Graz 2003" seine Uraufführung erlebt. "Die mediale Präsenz der Kulturereignisse von 'Graz 2003' in 3sat schließt aber eine streitbare Partnerschaft nicht aus", so Gottfried Langenstein. "Insbesondere bei der Berichterstattung in der 3sat-'Kulturzeit' werden wir eine freundschaftliche wie kritische Distanz halten, um das Grazer Kulturhauptstadtjahr journalistisch zu beleuchten."

"Umschichtungen"

Ein Sonderbudget für den "Graz 2003"-Schwerpunkt hat man bei 3sat nicht erstellt: Der Schwerpunkt werde durch "Umschichtungen" finanziert, so Langenstein. Zahlreiche Programmpunkte würden darüber hinaus im regulären Programm, allen voran der täglichen "Kulturzeit" ohnehin in der Berichterstattung berücksichtigt. Kostspielig seien vor allem Übertragungen, "das geht schnell in die Millionen". "Graz 2003" werde daher "von Fall zu Fall" auch Koproduktionsmittel zur Verfügung stellen und somit "ein paar Milliönchen" in die Medienpartnerschaft investieren, ergänzte Lorenz. (APA)

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