Ford stellt Großbritannien die Rute ins Fenster

23. Oktober 2002, 11:17
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Hoher Pfund-Kurs setzt Auto-Konzern zu - Investitionsstopp angedroht

Hamburg - Der Autokonzern Ford hat damit gedroht, wegen des hohen Pfundkurses Investitionen künftig an Großbritannien vorbei in die Eurozone zu leiten. Das berichtet die "Financial Times Deutschland" am Mittwoch unter Berufung auf Nick Scheele, verantwortlich für das operative Geschäft des US-Konzerns. "Der hohe Pfundkurs bedeutet für uns einen ungeheuren Wettbewerbsnachteil gegenüber unseren Konkurrenten im Euroraum", sagte Scheele dem Blatt.

Sollte Großbritannien nicht der Währungsunion beitreten, "werden unsere Investitionen künftig an Großbritannien vorbei in den Euroraum umgeleitet", zitiert das Blatt Scheele. Ford habe bei seinen Investitionen fest mit einem schwächeren Pfund und einem schnellen Beitritt zum Euro gerechnet. "Unsere Investitionsentscheidungen basieren auf einem Pfundkurs von 1,30 bis 1,40 Euro", sagte Scheele. Derzeit notiert das Pfund bei 1,59 Euro. Ford exportiere 80 Prozent der in Großbritannien hergestellten Produkte und habe Probleme, dort aus den roten Zahlen zu kommen, schreibt das Blatt. (APA/dpa)

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