Westafrikanische Staaten wollen Dialog in Cote d'Ivoire fördern

23. Oktober 2002, 08:41
posten

ECOWAS-Kontaktgruppe bemüht sich um Direktgespräche zwischen Gbagbo und Aufständischen

- Eine Kontaktgruppe westafrikanischer Staatschefs will nach dem jüngsten Waffenstillstand den Friedensdialog in Cote d'Ivoire (Elfenbeinküste) voranbringen. Fünf Tage nach Inkrafttreten eines Waffenstillstands zwischen Regierungstruppen und Rebellen wollen die Vertreter der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) zunächst Gespräche mit Staatspräsident Laurent Gbagbo führen, erklärte ECOWAS-Exekutivsekretär Mohamed Chambas am Mittwoch im Radiosender BBC.

Die Staatschefs von Nigeria, Niger, Ghana, Guinea-Bissau, Mali und Togo waren bei einem Krisengipfel vor drei Wochen in der ghanesischen Hauptstadt Accra bestimmt worden, um den friedlichen Dialog in dem von einer Militärrebellion erschütterten Land in Gang zu bringen. "Sobald die Zeit dafür reif ist, werden sie direkte Gespräche zwischen Gbagbo und den Rebellen einleiten", erklärte Chambas.

Eine Kommission aus Vertretern von Frankreich, Großbritannien, den USA und den Vereinten Nationen werde in den nächsten Tagen gemeinsam mit Vertretern der westafrikanischen Eingreiftruppe Ecomog die Stärke der nötigen Truppe einschätzen, die den Waffenstillstand sichern soll. Sie soll die französischen Soldaten ablösen, die zur Zeit auf Drängen der ivorischen Regierung über die Einhaltung der Waffenruhe wachen.Abidjan (APA/dpa)

Share if you care.