Großbritannien und Irland verhandeln mit Nordirland-Parteien

23. Oktober 2002, 07:50
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London: Bei politischem Willen kann Problem gelöst werden

Belfast - Die Regierungen Großbritanniens und Irlands wollen in den kommenden zehn Tagen mit den nordirischen Konfliktparteien Gespräche zur Wiederaufnahme des Friedensprozesses aufnehmen. "Wenn der politische Wille da ist, können wir dieses Problem überwinden", sagte der britische Nordirland-Minister John Reid am Dienstag nach einem Treffen mit dem irischen Außenressort-Chef Brian Cowan in Belfast.

Am vorigen Dienstag hatte London die nordirdische Selbstverwaltung auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Grund für die Suspendierung waren Vorwürfe gegenüber der Sinn-Fein-Partei, sicherheitsrelevante Dokumente für die IRA ausspioniert zu haben.

Es war das vierte Mal seit dem Friedensabkommen von 1998, dass London die Direktverwaltung der Unruheprovinz übernahm. Damit sollte das Auseinanderbrechen der gemischt-konfessionellen Allparteienregierung in Belfast verhindert werden. (APA)

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