"Dann gibt es eben Schwarz-Grün"

23. Oktober 2002, 11:33
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SP-Chef Gusenbauer im STANDARD-Gespräch: Für Regierungsauftrag muss SPÖ stärkste Partei werden

Wien - "Wenn die SPÖ nicht Erster wird, dann gibt es auch keine rot-grüne Koalition." SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer legte sich am Dienstag im Chat mit derStandard.at unmissverständlich fest. Sollte die SPÖ bei den Nationalratswahlen Zweite werden, werde er in Opposition gehen. Mit einem Bundeskanzler Wolfgang Schüssel werde er keinesfalls koalieren, erklärte Gusenbauer. Der Kampf um Platz eins werde sehr eng werden. Der SP-Chef bekräftigte an die 40 Prozent kommen zu wollen "damit Schwarz-Blau der Vergangenheit angehört".

Im Gespräch mit dem STANDARD präzisierte Gusenbauer am Dienstag Abend seine Position. Auf die Frage, wie sich die SPÖ verhalten werde, wenn sie nur zweitstärkste Kraft würde, Rot-Grün aber dennoch eine Mehrheit hätte, sagte Gusenbauer: "Dann gibt es eben Schwarz-Grün. Diese Option hat Alexander Van der Bellen ja immer offen gelassen." Für einen Regierungsauftrag müsse die SPÖ stärkste Partei werden, betonte Gusenbauer. "Wer Rot-Grün will, muss die SPÖ wählen, und wer Rot-Schwarz will, ebenfalls."

Auch in der ZiB2 bestätigte Gusenbauer noch einmal seine Ansage, bei einem zweiten Platz in Opposition gehen zu wollen. Im Gegensatz zu Schüssel halte er Versprechen, so Gusenbauer.

(kob/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 23.10.2002/rasch/red)

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