Nordkorea stimmt Dialog in Atomwaffenfrage zu

23. Oktober 2002, 09:43
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Bemühungen um friedliche Lösung - Südkorea gegen Sanktionen

Seoul - Im Konflikt um Nordkoreas geheime Atomwaffenpläne wollen sich beide Koreas um eine friedliche Lösung bemühen. Süd- und Nordkorea würden aktiv zusammenarbeiten, die Nuklearfrage und andere Probleme durch Dialog zu lösen, hieß es am Mittwoch zum Abschluss fünftägiger Ministergespräche in Pjöngjang in einer gemeinsamen Erklärung. Die jüngsten Versöhnungsgespräche beider Länder waren von Nordkoreas Eingeständnis eines Kernwaffenprogramms gegenüber der USA überschattet.

Kim Dae Jung lehnt Wirtschaftschaftssanktionen ab

Im Streit um das nordkoreanische Atomwaffenprogramm hat der südkoreanische Staatspräsident Kim Dae Jung Wirtschaftssanktionen gegen Nordkorea abgelehnt. Es gebe drei Optionen: "Krieg, Wirtschaftssanktionen und Dialog", sagte Kim Dae Jung am Mittwoch in Seoul. Krieg könne "furchtbare Folgen" haben; Sanktionen könnten bewirken, dass Nordkorea erst recht an seinem Nuklearprogramm festhalte. Daher glaube er fest daran, dass die derzeitige Krise im Dialog beigelegt werden müsse.

In der kommenden Woche will der südkoreanische Präsident beim Asien-Pazifikforum (APEC) in Mexiko mit seinen Kollegen aus den USA, Japan und anderen Ländern über die Nordkorea-Krise beraten.

Zuvor war Südkorea nach langwierigen Verhandlungen mit seinem Versuch gescheitert, Pjöngjang zur Aufgabe seines Nuklearwaffen-Programms zu verpflichten. In einer gemeinsamen Abschlusserklärung nach bilateralen Gesprächen von Regierungsvertretern in Pjöngjang hieß es lediglich, die Atom-Frage müsse auf friedliche Weise geklärt werden. Beide Staaten wollten sich gemeinsam bemühen, "Frieden und Stabilität" auf der Halbinsel zu garantieren. (APA/dpa)

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