Israels Gesundheitsminister für Pockenimpfung der Bevölkerung

23. Oktober 2002, 06:36
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Vorsorge für möglichen Angriff

Tel Aviv - Wegen der Möglichkeit eines irakischen Raketenangriffs oder eines Terroranschlags mit Pockenviren hat sich das israelische Gesundheitsministerium für die vorsorgliche Impfung der Gesamtbevölkerung ausgesprochen. Wie die Tageszeitung "Haaretz" in ihrer Ausgabe vom Mittwoch berichtet, müsse jetzt Ministerpräsident Ariel Sharon entscheiden, ob die Massenimpfung der sechs Millionen Israelis in den nächsten Wochen angeordnet werden soll.

Die Regierung Sharon hatte erst vor wenigen Wochen die Impfung von 15.000 Mitarbeitern des Gesundheitssystems angeordnet, die im Falle eines Raketen- oder Terrorangriffs als erste mit infizierten Patienten in Kontakt kommen würden. Nach Angaben von "Haaretz" hätten jedoch zahlreiche Personen eine Schutzimpfung aus Furcht vor Nebenwirkungen der Immunisierung abgelehnt.

Um für einen möglichen Angriff mit Pockenviren vorbereitet zu sein, hatte Israel in den vergangenen Wochen Impfstoff für die Gesamtbevölkerung gekauft. Das Verteidigungsministerium werde in Kürze mit der freiwilligen Impfung der Soldaten beginnen, hieß es. (APA/dpa)

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