Streit um Goethe-Nachlass

22. Oktober 2002, 21:48
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Es geht um 90 Prozent aller Manuskripte

Weimar - Um den handschriftlichen Goethe-Nachlass - 2001 in das UNESCO-Register "Gedächtnis der Menschheit" aufgenommen - ist ein Gerichtsstreit entbrannt: Prinzessin Leonie von Sachsen-Weimar-Eisenach stellte Rückübertragungsansprüche zu Kernbeständen des Goethe- und Schiller-Archivs.

Die Forderung umfasst etwa 90 Prozent aller Manuskripte Goethes, darunter die Reinschrift von Faust II und des West-Östlichen Divans sowie die Tagebücher. Das Landesamt für offene Vermögensfragen hatte 1998 die Ansprüche des Adelshauses anerkannt. Das Urteil wurde später nach Protesten revidiert. Zur Begründung hieß es, der Nachlass sei 1945 einer Stiftung übertragen und damit nicht enteignet worden. (dpa/ DER STANDARD, Printausgabe, 22.10.2002)

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