Ein Brief von Benita - von RAU

22. Oktober 2002, 19:06
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Von so unterschiedlichen Plätzen wie der Schweiz und Hongkong erreichen diese Glosse Mails von Auslandsösterreichern, die - so wie Zehntausende andere - ein Billetdoux unserer Außenministerin erhalten haben. Frau Ferrero-Waldner klärt darin auf, wie man eine Wahlkarte bekommt - kann sich aber eine kräftige Dosis Wahlkampf auf Ministeriumspapier nicht verkneifen: "In den letzten 2 Jahren ist es der Bundesregierung gelungen, nach Überwindung der EU-Sanktionen gegen Österreich unsere Position in Europa sowie international weiter zu stärken, wofür gerade ich mich besonders eingesetzt habe." Dazu schreibt ein Betroffener: "Als Österreicher, der seit dem Antritt dieser Regierung in den USA und der Schweiz lebt, finde ich das weltfremd und realitätsfern. Im Gegenteil wird man dauernd auf die österreichische Bundesregierung angesprochen, man muss sich andauernd rechtfertigen." Gleichlautend die Erfahrungen anderer Auslandsösterreicher. Sicherlich nicht aller, aber doch einer beträchtlichen Anzahl. Und selbst wenn man davon ausgeht, dass diese Regierung jetzt international achselzuckend hingenommen wird - von einer "Stärkung unserer Position" kann keine Rede sein. (DER STANDARD, Printausgabe, 23.10.2002)
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