Schett im Achtelfinale out

24. Oktober 2002, 18:12
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Klare Niederlage gegen die als Nummer fünf gesetzte Slowakin Daniela Hantuchova - Keine Österreicherin mehr im Bewerb

Linz - Auch im fünften Duell mit dem slowakischen Jungstar Daniela Hantuchova setzte es am Donnerstag für Barbara Schett eine Niederlage. Die 26-jährige Tirolerin musste sich im Achtelfinale des Generali Ladies Linz nach 69 Minuten mit 1:6,5:7 geschlagen geben. Und das, obwohl sie gegen die Weltranglisten-Neunte im zweiten Satz bereits mit 5:1 geführt hat und insgesamt vier Satzbälle vorgefunden hat. Hantuchova trifft am Freitag im Viertelfinale auf Anna Smashnova (ISR), für Schett ist das Turnierjahr vorbei. Sie fliegt nun am Freitag nach Gran Canaria, wo sie beim Fed-Cup-Halbfinale gegen Spanien im Einsatz ist.

"Zu passiv"

"Ich habe bei der 5:3-Führung zu passiv gespielt. Taktische Fehler und Unentschlossenheit in solchen Situationen kann man sich gegen eine Top-Ten-Spielerin nicht leisten", lautete das Match-Resumee von Schett. Die Nummer 43 der Welt hatte gegen die Nummer neun im ersten Satz nicht den Funken einer Chance: Nach nur 22 Minuten stand es 6:1. Hantuchova servierte sehr stark und ließ Schett nie ins Spiel kommen. Im zweiten Durchgang drehte sich die Szenerie plötzlich, Hantuchova reklamierte einige knappe Entscheidungen, servierte schwächer und Schett spielte aggressiver.

"Ausflippen"

Die Innsbruckerin führte schnell mit 5:1, doch wie so oft konnte sie den Sack nicht zu machen. Bei 5:2 hatte sie einen, bei 5:3 und eigenem Aufschlag gleich drei Satzbälle. Einen davon vergab sie mit einem Doppelfehler. "In solchen Situationen könnte ich ausflippen und davon entstehen auch die Motivationslücken. 75 Prozent der Matches, die ich heuer verloren habe, sind so verlaufen", sagte Schett.

Die Arbeit mit ihrer Mentaltrainerin hat sie jedenfalls dringend nötig, damit die Saison 2003 wieder bessere Ergebnisse bringt. In dieser Saison blieb es bei fünf Viertelfinal-Teilnahmen in Scottsdale, Hamburg, Wien, Brüssel und Montreal, wobei ihr in Kanada auch ein Sieg über eine Top-Ten-Spielerin gelang (Kim Clijsters). Die Tatsache, dass sie mit einer Spitzenspielerin mithalten kann, tröstete Schett wenig. "Das ist nix Neues, das ist ein alter Hut. Es wird Zeit, dass ich wieder einmal gewinne."

Letzter Höhepunkt

Schett reist nun Freitag auf die Kanarischen Inseln und beginnt mit der Vorbereitung auf den letzten Saisonhöhepunkt. In der kommenden Woche könnte es schon das nächste Duell Schett-Hantuchova geben: Dazu müssten aber Österreich und die Slowakei im Fed-Cup-Final-Four auf Gran Canaria das Endspiel erreichen. Schett fährt aber mit positiven Gefühlen nach Spanien: "Sanchez und Martinez sind ganz andere Spielerinnen, denen kann ich mein Spiel besser aufzwingen."

Viertelfinalistinnen

Neben Hantuchova qualifizierten sich auch Chanda Rubin (USA) nach einem 6:2,6:4 über Nadia Petrowa (RUS) und Silvia Farina-Elia (ITA-8), die sich gegen die Schweizerin Marie-Gainaeh Mikaelian mit 6:4,6:3 durchsetzte, für das Viertelfinale. Danach gab sich auch die als Nummer drei gesetzte Vorjahrsfinalistin Jelena Dokic (YUG) keine Blöße, sie verlor gegen Jill Craybas (USA) nur drei Games. (APA)

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    Dem Erfolg gegen Patricia Wartusch folgte eine glatte Niederlage in Runde zwei.

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