Österreichs Bevölkerung schrumpft

22. Oktober 2002, 18:48
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1,3 Kinder pro Frau im Jahr 2000

Wien - Österreichs Bevölkerungszahl schrumpft: Geht es nach Aufzeichnungen des Instituts für Demographie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften nimmt die Zahl der heimischen Bevölkerung ab. Denn im Jahr 2000 bekam eine Österreicherin durchschnittlich 1,3 Kinder. Um das Ausmaß der Bevölkerung zu erhalten, müssten Frauen jedoch durchschnittlich 2,1 Kinder bekommen.

38 Prozent unter dem Level

Die Rate von 1,3 Kindern im Durchschnitt liege somit 38 Prozent unter jenem Level, der ein "Wiederherstellen" der heimischen Bevölkerung erreichen soll. Der Vergleich mit anderen westlichen Ländern zeige, dass Österreich mit diesem Trend deutlich im unteren Bereich liege. Mit ehemaligen kommunistischen Ländern in Europa halte es sich die Waage.

Babyboom in den 60er-Jahren

Die niedrigste Geburtenrate hatte Österreich zwischen den beiden Weltkriegen. In den fünfziger und sechziger Jahren erhöhten sich die Zahlen (durchschnittlich 2,7 Kinder pro Familie). In den achtziger Jahren waren es nur mehr 1,7. Jetzt, im 21. Jahrhundert, ist die Alpenrepublik wieder das Land in der EU mit Geburtenzahlen im unteren Bereich.

Der starke Rückgang der Geburten macht sich auch bemerkbar, wenn man Frauen gleichen Alters aus verschiedenen Jahrzehnten miteinander vergleicht. Österreicherinnen, die 1930 geboren wurden, hatten durchschnittlich 2,3 Kinder, jene mit dem Geburtsjahr 1950 bekamen rund 1,9 Kinder. 1965 geborene brachten 1,6 Kinder zur Welt.

Junge finden Entwicklung nicht beunruhigend

Wenig beunruhigt über diese Entwicklung zeigten sich laut einer Studie, die in Österreich von Mai bis September 2001 durchgeführt wurde, die junge Bevölkerung. Während die Altersgruppe der 55- bis 59 -Jährigen die sinkende Zahl der Geburten der vergangenen Jahre als sehr negativ einschätzte, taten dies junge, männliche Befragte im Alter von 25 bis 29 Jahren nicht. (APA)

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