IBM schließt ungarisches Festplattenwerk

22. Oktober 2002, 19:40
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3.700 Arbeiter entlassen - Übernahme durch Hitachi vermutlich für Kündigungen verantwortlich

Der US-Computerriese IBM schließt sein Festplattenwerk im ungarischen Szekesfehervar und entlässt 3.700 Arbeiter. Dies teilte die Führung der ungarischen Konzern-Tochter in einem Brief an den ungarischen Ministerpräsidenten Peter Medgyessy mit, der am Dienstag bekannt wurde.

Zwingend?

Der Schritt sei wegen der sinkenden Nachfrage nach Computer-Komponenten unumgänglich geworden. Die Produktion im Werk Szekesfehervar werde bis Ende November eingestellt. Bei den zu Entlassenden handelt es sich um 2.100 Stamm- und 1.600 Leiharbeiter.

Hitachi schuld

Der Grund für die bevorstehenden Kündigungen dürfte sein, dass der japanische Konzern Hitachi im Juni angekündigt hatte, die defizitäre Festplattentreiber-Tochter, darunter auch das Werk in Szekesfehervar, von IBM zu übernehmen.

Nach einer Liste der ungarischen Wirtschaftszeitschrift "Figyelö" ist IBM Storage Products in Szekesfehervar das sechstgrößte Unternehmen Ungarns, mit Einnahmen von 543 Milliarden Forint (2,24 Milliarden Euro) im Jahr 2001.(APA)

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