Carlos Santana will kein Rock-Opa sein

22. Oktober 2002, 14:55
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"Wenn ich jungen Leuten in die Augen sehe, erkenne ich, dass sie nach zwei Dingen hungern: Spiritualität und Sinnlichkeit"

Carlos Santana mag nicht als Rock-Opa bezeichnet werden. Der 55-jährige Gitarrenvirtuose sagte dazu in einem Interview der Zeitschrift "Max": "Wenn ich jungen Leuten in die Augen sehe, erkenne ich, dass sie nach zwei Dingen hungern, die ich repräsentiere: Spiritualität und Sinnlichkeit - wie beim Sex. Quickies sind schnell vergessen. Das Verlangen nach leidenschaftlichem Sex wird dagegen immer andauern."

Wüste oder LSD

Drogen braucht Santana angeblich nicht mehr: "In den Sechzigern musstest du entweder wie Jesus 40 Tage und Nächte in der Wüste verbringen, um etwas Neues zu schaffen und entdeckt zu werden, oder ein wenig LSD nehmen. Heute trinke ich lieber Wasser und ernähre mich bewusst", erklärte er dem Blatt.

Nicht geändert hat er jedoch seine politische Einstellung. Auf die Frage "Was halten Sie von Präsident Bush?" antwortete der Millionär: "Früher, beim Woodstock-Festival, habe ich zur gesellschaftlichen Liberalisierung beigetragen. Denken Sie, nun will ich zum Konservatismus zurück? Wenn Nelson Mandela vorm US-Kongress mit Standing Ovations bedacht wird, bedeutet das für die Menschheit mehr als jede Rede von Bush." (APA/AFP)

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    Carlos Santana

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