Kinderbetreuung: Starke Nachfrage nach Teilzeit-Modell in Wien

22. Oktober 2002, 17:41
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Pilotprojekt mit längeren Abend-Öffnungszeiten angelaufen

In Wien wird das neue Teilzeit-Modell bei der Betreuung von Kindern sehr gut angenommen. Das hat Sozial- und Jugendstadträtin Grete Laska (S) am Dienstag in der Bürgermeister-Pressekonferenz betont. Die Möglichkeit, neben den "klassischen" Ganztags- und Halbtagsgruppen auch eine Teilzeit-Betreuung mit Mittagessen in Krippen und Kindergärten in Anspruch zu nehmen, gibt es seit vergangenen September.

Die Betreuungszeiten

Neu eingeführt wurde die Kinderbetreuung für die Zeiträume 6.30 bis 14.00 Uhr (bzw. bei Bedarf ab 6.00 Uhr) sowie von 12.00 bis 17.30 Uhr (bei Bedarf bis 18 Uhr). Inzwischen nehmen laut Laska bereits fast zehn Prozent aller Kinder - bzw. deren Eltern - in städtischen Betreuungseinrichtungen dieses Angebot in Anspruch. Bei den Krippenkindern sind es sogar fast 20 Prozent.

"Das Modell ist der absolute Renner. Unterstützt wird dadurch auch die Berufstätigkeit von Frauen", betonte Laska. Die bisherige Halbtagsbetreuung von 8.00 bis 12.00 Uhr ist demnach vor allem von Nicht-Berufstätigen gewählt worden, und zwar meist deswegen, um ihre Kinder auf den Schulbesuch vorzubereiten.

Seitens berufstätiger Eltern werde auch der Ruf nach verlängerten Öffnungszeiten der Kindergärten laut. Auch dem solle entsprochen werden, so Laska: Im Rahmen eines Pilotprojekts werden fünf Betreuungsplätze bis 20.00 Uhr offen halten. (APA)

  • Das Teilzeitmodell in Kindergärten der Stadt Wien wird gut angenommen
    foto: standard/cremer

    Das Teilzeitmodell in Kindergärten der Stadt Wien wird gut angenommen

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