Daum und Svetits von Porto beeindruckt

24. Oktober 2002, 15:24
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Austria-Trainer nach Beobachtung: "Eine Top-Mannschaft, die uns alles abverlangen wird" - Die Chancen sieht Daum dennoch intakt

Wien/Porto - Stark beeindruckt vom FC Porto, dem nächsten Gegner von Austria Wien im Fußball-UEFA-Cup, sind Christoph Daum und Peter Svetits von ihrer Spionagereise aus Portugal zurückgekehrt. "Wir haben von dieser Mannchaft einen sehr gewaltigen Eindruck bekommen", sagte der Sportdirektor, der mit dem Trainer am Sonntag den 2:1-Heimsieg unter den rund 47.000 Zuschauern im Estadio das Antas gegen Rekordmeister Benfica Lissabon aufmerksam mitverfolgt hatte.

"Überragender Deco" im Mittelfeld

Der Deutsche selbst sprach von "einer absoluten Top-Mannschaft, die sowohl in kämpferischer als auch in spielerischer Hinsicht überzeugt hat und die uns alles abverlangen wird." Über die Schwächen des portugiesischen Tabellenführers, der als einziger Verein der 18er-Liga noch ungeschlagen ist, wollte Daum in der Öffentlichkeit jedoch nichts sagen. Besonders angetan waren Daum und Svetits vom "überragenden Deco". Der Mittelfeldspieler erzielte in der harten Partie mit drei Ausschlüssen und zwölf Gelben Karten in der 72. Minute auch den Siegestreffer.

Angriffsorientierte Portugiesen

Besonders auffallend war weiters, dass die Portugiesen mit ihrem, wie es Daum ausdrückte, "modifizierten 4-3-3-System" überaus angriffsorientiert agierten. Dass die Südländer im technischen Bereich viel drauf haben, versteht sich von selbst. Dennoch sieht der Schachner-Nachfolger Chancen auf den Aufstieg in die dritte Runde. Während seiner langen Laufbahn hat er gelernt, dass "im Fußball nichts unmöglich" sei. "Es ist sehr, sehr viel möglich, es muss nicht immer sein, dass der vermeintlich Stärkere auf dem Papier auch als Sieger vom Platz geht", meinte Daum.

Der Trainer glaubt an die Chance

Svetits stuft die Portugiesen, die daheim gegen Benfica seit 1992 nicht mehr verloren haben, als "hervorragende Mannschaft mit sehr guten Einzelspielern und einem überragenden Mann, nämlich Deco, ein." Natürlich sieht auch der Stronach-Statthalter den Duellen zuversichtlich entgegen. "Die Chance ist jedenfalls da. Die Frage ist, ob wir sich auch nützen können." Daum ergänzte: Jeder Einzelne müsse seine ganzen Möglichkeiten abrufen, sein Potenzial ausschöpfen.

Eike Immel als Beobachter

Während der FC Porto, der am 31. Oktober im Happel-Stadion gastiert und am 14. November die Violetten zu Gast hat, die Daum-Truppe schon zweimal beobachtet hat und auch für das Derby am Sonntag gegen Rapid einen Spion entsendet, wird der Austria-Trainer den Gegner nicht mehr unter die Lupe nehmen. Er schickt seinen "Co" Eike Immel in den Süden, der am 26. Oktober Porto in der achten Runde auswärts gegen US Leiria auf die Beine sehen wird.(APA)

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    Christoph Daum zeigt sich beeindruckt, glaubt aber dennoch an die Chance.

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