UNO-Menschenrechtskommissar: "Hass regt den Terrorismus an"

22. Oktober 2002, 14:48
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Warnung auch vor neuen Formen des Antisemitismus

Genf - Nach dem jüngsten Selbstmordanschlag palästinensischer Extremisten in Israel mit 14 Toten hat UNO-Menschenrechtskommissar Sergio Vieira de Mello eine dauerhafte Lösung des Nahost-Konfliktes gefordert. "Die Situation bringt Hass hervor, und der Hass regt den Terrorismus an", sagte er am Dienstag in Genf. Gewalt allein, die vielfach ernsthafte Verletzungen der Menschenrechte nach sich ziehe, könne diesen Kreislauf nicht unterbrechen, sondern stärke ihn nur. Jeder Tag, der ohne dauerhafte Lösung des Nahost-Konfliktes verstreiche, untergrabe nicht nur das Recht auf Leben in Frieden und Sicherheit in der Region, sondern auch die "Sicherheit von uns allen".

Im Kampf gegen den Terrorismus darf nach den Worten des Menschenrechtskommissars der Vereinten Nationen nicht nur ein Land, eine Religion oder eine Bevölkerungsgruppe an den Pranger gestellt werden. Die Welle neuer Formen des Antisemitismus sei nicht nur genauso störend, sondern auch genauso gefährlich wie die Verleumdung der islamischen Welt. (APA/dpa)

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