Philips: Kurzarbeit in Klagenfurt

22. Oktober 2002, 12:29
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250 Mitarbeiter betroffen, Kündigungen nicht geplant

Klagenfurt - Das Philips Werk in Klagenfurt drosselt seine Produktion. 250 Mitarbeiter sind betroffen. Kündigungen sind laut Betriebsrat derzeit nicht geplant. Klagenfurt ist der Sitz eines von fünf weltweiten Philips-Kompetenzzentren.

Kündigungen verhindert

250 Mitarbeiter des Haushaltsgerätewerkes werden ab dem 1. November statt 38,5 nur noch 34 Stunden in der Woche arbeiten. Dabei müssen sie Lohneinbußen im Ausmaß von etwa neun Prozent netto in Kauf nehmen. Als Grund für die Maßnahme, die vom Betriebsratsvorsitzenden Dietmar Magnet mit getragen wird, wird die rückläufige Auftragslage angegeben. Mit der Kürzung der Arbeitszeiten konnten zumindest Kündigungen verhindert werden. Magnet: "Wenn man die Chance hat, Mitarbeitern den Arbeitsplatz zu erhalten, nimmt man einiges in Kauf."

Längeres Wochenende

Mit dem neuen Arbeitszeitmodell, das unbefristet gilt, hofft die Konzernleitung, konkurrenzfähig zu bleiben. In Klagenfurt werden Haushaltsgeräte wie Handmixer und Zitronenpressen, aber auch Geräte zur Körperpflege entwickelt und gebaut. Insgesamt sind am Standort Klagenfurt, eines der sechs Kompetenzzentren des Konzerns, 500 Menschen beschäftigt, die Kurzarbeit betrifft die Arbeiter. In der Praxis soll die kürzere Arbeitszeit so gestaltet werden, dass die freien Wochenenden länger werden. (APA)

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