Stornierte Konzerte wegen Anschlägen

22. Oktober 2002, 11:45
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Auch Red Hot Chili Peppers und George Benson sagen ihre Auftritte in Indonesien und auf den Philippinen ab

Singapur - Wegen der Bomben-Anschläge auf der indonesischen Insel Bali und den Philippinen haben mehrere Musiker ihre in Südost-Asien geplanten Konzerte abgesagt. Nach der britischen Rockband Oasis strichen am Dienstag auch die US-Rockband Red Hot Chili Peppers und US-Jazz-Gitarrist George Benson ihre Auftritte. Benson werde einige seiner Konzerte in Indonesien nicht geben, sagte sein Konzertveranstalter Nigel Peters. "Es hat direkt mit den Bali-Bombenanschlägen zu tun. Das ist der einzige Grund für die getroffene Entscheidung", sagte Peters.

Reisewarnungen des US-Außenministeriums

Die Red Hot Chili Peppers sollten im Dezember auf Bali ein Konzert geben. Nach Angaben auf ihrer Webseite wurde es wegen einer Reisewarnung des US-Außenministeriums abgesagt. Auch ein Auftritt in Manila soll nicht stattfinden. Konzerte in Japan, Singapur, Thailand, Neuseeland und Australien sind von den Absagen aber nicht betroffen.

Mehr als 180 zumeist ausländische Touristen wurden bei den Anschlägen auf Bali vor gut einer Woche getötet. In der philippinischen Hauptstadt Manila und der südphilippinischen Stadt Zamboanga starben bei Bombenexplosionen in den vergangenen Tagen zehn Menschen, knapp 200 wurden verletzt.

Konzerte der New Yorker Philharmonie in Manila finden statt

Die Band Oasis hatte am Montag ein für Mittwoch anstehendes Konzert in Manila wegen Sicherheitsbedenken abgesagt. Die New Yorker Philharmonie will hingegen zwei für das Wochenende geplante Konzerte in Manila geben, sagte ein Sprecher. Auch in Kuala Lumpur und in Singapur stehen Auftritte an. (APA/Reuters)

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