Auto sollten auf die kalte Jahreszeit richtig vorbereitet werden

22. Oktober 2002, 11:18
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Winterreifen und Frostschutz sind "Pflicht"

Auf "Winterluft" müssen moderne Autos nicht mehr umgestellt werden, der Griff zum Luftfilter oder Vergaser kann entfallen. Die Motoren holen sich vorgewärmte Luft aus dem Bereich rund um den Auspuffkrümmer automatisch. Einige Handgriffe sind aber schon notwendig, um mit dem fahrbaren Untersatz vor "General Winter" zu schützen.

Die "Winterpatschen"

Bei den derzeit herrschenden Temperaturen sollten die Winterreifen schon montiert sein. Unter etwa zehn Grad Bodentemperatur bieten sie einfach mehr Grip als Sommerreifen. Und älter als etwa vier Jahre sollten die "Winterpatschen" des Autos nicht sein. Mindestens vier Millimeter Profiltiefe muss vorhanden sein, sonst gelten die Pneus nicht als "M+S"- Reifen. Aufgezogen werden müssen sie auf allen vier Rädern.

Die Wirksamkeit des Frostschutzes im Kühlsystem kann bei Tankstellen, Werkstätten oder Autoclubs geprüft werden. Die Anschaffung des Gerätes, das so wie der Tester für den Zuckergehalt im Wein aussieht, zahlt sich für Hobbybastler nicht aus.

Der Frostschutz

Den Frostschutz in der Scheibenwaschanlage kann jeder Lenker selbst auffüllen. Egal ob ein Konzentrat oder die fertig gemischte Flüssigkeit verwendet wird, etwa bis minus 20 Grad sollte der Schutz schon reichen, da sonst bereits bei Temperaturen um null Grad der Fahrtwind auf der Autobahn das Reinigungsmittel im Behälter und in den Leitungen gefrieren lässt. Selbstverständlich muss nach dem Einfüllen der Frostschutz erst durch die Leitungen bis zu den Waschdüsen gelangen, also: Einschalten.

Angefrorene Türen können ganz leicht vermieden werden. Die Dichtungen müssen nur mit eigenen Pflegemitteln oder mit Hirschtalg aus der Drogerie eingelassen werden. Der Vorteil: Der Gummi bleibt länger weich, elastisch und dicht. Kofferraum- bzw. Heckklappe sollten natürlich nicht vergessen werden.

Türschlossenteiser

Auch ein kleiner, aber sehr nützlicher Helfer sollte eingesteckt werden, wenn die Nächte kalt sind: der Türschlossenteiser. Hat sich Eis im Schloss gebildet, wirkt die Auftauchemie wahre Wunder. Wenn nicht, wie so oft, der Enteiser im Wageninneren aufbewahrt wurde ...

Arbeitshandschuhe, Eiskratzer und ein Besen zum Abkehren sollten schön langsam griffbereit ins Auto gelegt werden. Schneeketten sind schwer, wer nur in der Ebene unterwegs ist, könnte auf das Mehrgewicht verzichten.

Ist die Batterie schon einige Jahre alt, wird die Wahrscheinlichkeit größer, dass der Stromspender den Dienst versagt, wenn es bitterkalt ist. Fachwerkstätten können die Kraftpakete aber auch bei Plusgraden testen. (APA)

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