Europäisches Sozialforum in Florenz: Italien kündigt hartes Vorgehen an

22. Oktober 2002, 10:32
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Auch das Schengen-Abkommen wird außer Kraft gesetzt

Rom - Italien will mit eisernem Griff gegen Anarchisten vorgehen, die sich unter die Globalisierungsgegner beim Europäischen Sozialforum in Florenz mischen könnten. Die Regierung in Rom hat beschlossen, während des Forums vom 6. bis 11. November das Schengen-Abkommen außer Kraft zu setzen. Ziel ist es, Krawalle wie jene beim G8-Gipfel im Juli 2001 in Genua zu verhindern. Zudem wächst in Italien die Sorge wegen der Schäden, die während des Europäischen Sozialforums an den Kunstschätzen der toskanischen Hauptstadt angerichtet werden könnten. Intellektuelle, Künstler und Journalisten plädierten für eine Verlegung des Treffens. Der Florentiner Regisseur Franco Zeffirelli warnte in einem öffentlichen Appell vor den verheerenden Folgen, die das Treffen in einer Kunststadt wie Florenz haben könnte. (APA)
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