Heftige Kritik an Diors "Addict"

25. Oktober 2002, 11:08
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Drogengegner protestieren gegen Wortwahl der Werbekampagne

Montag startet in den USA die Kampagne "Addiction is Not Fashionable". Die Kampagne wurde von Anti-Drogen-Organisationen und Selbsthilfegruppen gestartet und richtet sich gegen die neue Produktlinie "Dior Addict" des Mode-Designers Christian Dior. Dior hat die neue Kosmetik- und Parfum-Linie mit einer massiven Werbekampagne gelauncht. Vertreter diverser Organisationen fordern Dior zum Stop der Vermarktung von "Addict" auf.

Die Initiative umfasst unter anderem Vertreter von Selbsthilfegruppen, Elterngruppen und Gesundheitsorganisationen. Unterstützung kommt auch seitens der Medien, aus der Mode, der Unterhaltungsindustrie und der Politik. Unter diesen Organisationen herrscht Bestürzung über die Marketingmethoden des renommierten Modehauses. Man stellt sich die Frage, wie Dior in seiner Werbekampagne "Admit it" mit Wörtern wie "Leidenschaft", "Sinnlichkeit" und "Energie" aufwartet und über " getting higher" sprechen kann, ohne Rücksicht auf die Eltern des Landes zu nehmen, die sahen wie ihre Kinder high wurden, sich zu Drogen bekannten und in Folge der Abhängigkeit starben.

"Dior macht jegliche Drogenarbeit mit Kindern und Jugendlichen zunichte", verurteilt Sue Rusche von "National Families on Action" die Kampagne. Die Organisation steckte 200 Millionen Dollar Steuergelder in eine Medienkampagne, um Kinder vom Drogenkonsum abzuhalten. "Wie kann Dior die Botschaft verbreiten, dass Abhängigkeit verwegen, draufgängerisch und sexy ist", betonte Rusche auf der Homepage von Faces and Voice of Recovery. (pte)

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