Texas Instruments enttäuscht Wall Street

22. Oktober 2002, 12:52
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US-Halbleiterhersteller will Stellen streichen - Weniger Umsatz

Dallas - Der US-Halbleiterhersteller Texas Instruments Inc. hat mit einer schlechter als erwarteten Geschäftsprognose für das vierte Quartal 2002 die Wall Street enttäuscht. 500 Mitarbeiter sollen nach Hause geschickt werden, rund 1,4 Prozent der Gesamtbelegschaft, gab das Unternehmen am Montag in Dallas nach Börsenschluss bekannt.

Schwächere Nachfrage

Texas Instrument reagiere damit auf die schwächere Nachfrage. Eine Ausnahme bildeten Handy-Chips. Das Unternehmen ist der weltgrößte Hersteller von Handy-Chips. Der Auftragseingang fiel im dritten Quartal im Vergleich zu den vorangegangenen drei Monaten um sieben Prozent auf 2,1 Mrd. Dollar (2,15 Mrd. Euro). Der Chip-Auftragseingang gab dabei um fünf Prozent auf 1,8 Mrd. Dollar nach. Die Aktien der Gesellschaft waren am Montag nachbörslich von 17,12 Dollar auf 14,08 Dollar abgesackt und zogen den gesamten Halbleitersektor und andere Technologiewerte in Mitleidenschaft.

Texas Instruments hat im dritten Quartal dieses Jahres 188 Mill. Dollar oder elf Cent je Aktie verdient. Das Unternehmen hatte in der Vorjahresvergleichszeit noch einen Verlust von 117 Mill. Dollar oder sieben Cents je Aktie ausgewiesen. Der Quartalsumsatz stieg auf 2,25 Mrd. Dollar nach 1,85 Mrd. Dollar im dritten Quartal 2001.

Gedämpfte Aussichten

Texas Instruments rechnet für das vierte Quartal 2002 im Vergleich zu den vorangegangenen drei Monaten mit einem Umsatzrückgang von zehn Prozent. Bei Halbleitern dürfte es dabei einen Umsatzrückgang von fünf Prozent geben. Texas Instruments verfehlte damit die Umsatzerwartungen der Wall Street.

Branchenkrise

Texas Instruments leidet wie Intel, Advanced Micro Devices und andere Chip-Hersteller vor allem unter den schwachen Verfassung des PC-Marktes. Die Prognose für das vierte Quartal sei ausschließlich auf PCs und Drucker bezogen, gab Finanzchef William Aylesworth der Wirtschaftsagentur "Bloomberg" zu verstehen. Das Wachstum verlangsame sich hier, und der Kommunikationsmarkt wachse nicht rasch genug, um dies wettzumachen. (APA)

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