Startschuss zur Uni-Reform

21. Oktober 2002, 21:56
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Gründungskonvente werden gewählt - Uni Graz macht am 6. November den Anfang

Wien - Nun wird es Ernst mit der Uni-Reform: Die meisten Universitäten haben den ersten Schritt bei der Umsetzung des Universitätsgesetzes (UG) gesetzt und die Wahlen zu den Gründungskonventen ausgeschrieben. Den Auftakt macht am 6. und 7. November die Uni Graz, an der Uni Wien steht der Urnengang am 12. November auf dem Programm.

Die Wahl-Reihenfolge im Einzelnen: Nach der Uni Graz (6. und 7. November) wählt die Akademie der bildenden Künste (11. November). Am 12. November steht neben dem Urnengang an der Uni Wien auch die Wahl an der Universität für angewandte Kunst Wien und an der Universität für Bodenkultur (Boku/erster Tag) auf dem Fahrplan. Der 13. November steht im Zeichen der Abstimmungen an der Uni Klagenfurt und an der Kunst-Universität Linz, an der Boku ist ein zweiter Wahl-Tag angesetzt. Am 14. November folgt die Technischen Universität Graz, am 18. November die Veterinärmedizinische Universität und am 18. sowie am 19. November die Uni Linz. Die Urnengänge an den Musikunis Graz und Wien sind jeweils am 20. November angesetzt, am Mozarteum Salzburg wird am 25. November abgestimmt. Vorerst nicht geklärt werden konnte, ob an der Wirtschaftsuniversität (WU) der Wahltag bereits feststeht.

Auch die medizinischen Fakultäten in Wien, Graz und Innsbruck, die mit 1.1.2004 in eigenständige Universitäten umgewandelt werden, müssen Gründungskonvente wählen. Die Wiener Mediziner werden das am 8. November tun, die Grazer voraussichtlich am 28. November, in Innsbruck steht der Termin noch nicht fest.

Jeweils zwei Wochen vor dem jeweiligen Termin müssen die Wahlvorschläge bei den Vorsitzenden der Wahlkommissionen eingebracht werden. Abgestimmt wird über die Vertreter der Uni-Professoren, des Mittelbaus und der allgemein Bediensteten im Gründungskonvent. Mit Spannung erwartet wird dabei, ob sich die Befürworter der Uni-Reform oder deklarierte Gegner bei den Urnengängen durchsetzen.

In den nächsten Tagen werden die Wahlen auch an der Technischen Universität Wien, der Universität Salzburg und der Montanuniversität Leoben ausgeschrieben. Auch die Uni Innsbruck hat noch keinen Termin festgelegt - begründet wird dies unter anderem mit der "komischen Struktur" der Wahlordnung, die noch abgeklärt werden müsse.

Der Gründungskonvent soll aus zwölf Mitgliedern bestehen. Davon müssen sieben Vertreter der Uni-Professoren, zwei Mittelbau-Bedienstete (davon ein Dozent), zwei Studierende sowie ein Vertreter des allgemeinen Universitätspersonals sein. Das Gremium muss die Zahl des künftigen Senats festlegen, eine provisorische Satzung einschließlich einer Wahlordnung für den Senat beschließen, die Größe des Universitätsrates (mit fünf, sieben oder neun Mitgliedern) festlegen und dementsprechend unverzüglich zwei, drei oder vier Mitglieder des Uni-Rates wählen. Schließlich hat der Konvent die Wahl des Rektors auszuschreiben und einen Dreier-Vorschlag für die Rektors-Wahl (durch den Uni-Rat) zu erstellen. Anschließend wird der Konvent aufgelöst. (APA)

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    foto: derstandard.at/nistl
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