Bernard Fresson 71-jährig verstorben

21. Oktober 2002, 16:26
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Der französische Film- und Theaterschauspieler begann seine Karriere mit "Hiroshima mon Amour"

Paris - Der französische Film- und Theaterschauspieler Bernard Fresson ist am Sonntag im Alter von 71 Jahren in einem Krankenhaus in Orsay bei Paris gestorben. Dies gab sein Agent am Montag in Paris bekannt. Über die Todesursache war vorerst nichts bekannt. Fresson spielte in bedeutenden Kinoproduktionen wie "Hiroshima mon Amour" (1959) von Alain Resnais , "French Connection II" von John Frankenheimer, "Le Locataire" (1976) von Roman Polanski, "Germinal" (1993) von Claude Berri und "Place Vendome" (1998) von Nicole Garcia.

Zuletzt war Fresson im Pariser Theater "Comedie des Champs-Elysees" gemeinsam mit Mathilde Seigner im Stück "L'education de Rita" des britischen Autors Willy Russel zu sehen. Im Kino war er zuletzt in "L'adversaire" von Nicole Garcia zu sehen. Der Film war 2002 beim Festival von Cannes vorgestellt worden. Für das Fernsehen (France 2) hat er gerade die Dreharbeiten des TV-Films "Thibault" von Roger Martin du Gard abgeschlossen. In dem Streifen verkörperte er den französischen Pazifisten Jean Jaures (1859-1914).

Bernard Fresson, der für seine schöne Bariton-Stimme bekannt war, besuchte die renommierte Pariser Handelshochschule HEC, bevor er sich für eine Schauspielkarriere entschied. Er spielte häufig die Rolle eines jovialen Proletariers, eines etwas anrüchigen Spießbürgers oder eines arroganten Neureichen. Im Theater spielte er in Stücken von Shakespeare, Gorki, Paul Claudel, Strindberg und Harold Pinter und Peter Ustinov. Unter der Leitung von Robert Hossein verkörperte er Danton im Spektakel "Danton et Robespierre". (APA)

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