Deutsche Telekom liegt bei Kabelverkauf offenbar im Zeitplan

21. Oktober 2002, 15:37
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Verkauf bis Mitte November angepeilt - Verhandlungen mit drei internationalen Investoren

Bei den Verhandlungen über den Verkauf ihres verbliebenen Kabelnetzes liegt die Deutsche Telekom AG offenbar weiterhin im Zeitplan. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Bonner Konzerns, Gerd Tenzer, bestätigte am Montag am Rande eines Kongresses in Dresden im Gespräch mit vwd, dass bis Mitte November ein Vertrag unterschrieben werden soll. Dieses Datum stehe aber nicht zwangsläufig mit der für den 14. November geplanten Aufsichtsratssitzung zusammen, auf der das Unternehmen unter anderem seine künftige Strategie vorstellen will, sagte Tenzer, der als zuständiges Vorstandsmitglied den Verkauf begleitet.

Prüfung

Der Vertragsunterzeichnung schließe sich die kartellrechtliche Prüfung an, so dass der Verkauf erst Ende des Jahres ganz abgeschlossen werden könne. Die Telekom verhandle weiter mit drei internationalen Investoren, bekräftigte Tenzer noch einmal. Hauptsächlich handle es sich dabei um Finanzinvestoren, die zum Teil aber auch Erfahrungen mit dem Kabelgeschäft hätten. Der US-Konzern Liberty Media, der bei dem von den Kartellbehörden untersagten ersten Verkaufsversuch für einen großen Teil des Netzes den Zuschlag erhalten hatte, sei aber nicht mehr unter den Verhandlungspartnern.

Keine Details

Zur voraussichtlichen Höhe des Kaufpreises machte der Telekom-Vorstand keine Angaben. Unbestätigten Berichten zu Folge sollen die möglichen Käufer maximal zwischen zwei und 2,4 Milliarden Euro bieten, wohingegen die Deutsche Telekom ihre Erwartung zuletzt offiziell auf 2,5 bis 3,5 Milliarden Euro beziffert hatte. (APA)

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