Kneissl: Standort Kufstein darf weiter hoffen

21. Oktober 2002, 14:57
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Teile der Skiproduktion sollen in Tirol bleiben - Einigung auf Arbeitsstiftung

Kufstein - Beim krisengeschüttelten Sportartikelhersteller Kneissl könnten nun zumindest Teile der Skiproduktion in Kufstein erhalten werden. ÖGB- und Betriebsratsvertreter berichteten am Montag von intensiven Bemühungen der Geschäftsleitung, zumindest die Fertigung von hochwertigen Skiern in der Firmenzentrale zu belassen. Eine endgültige Lösung will das Unternehmen Anfang November präsentieren.

Ursprünglich war die Skiproduktion in Kufstein auf 100.000 Paar ausgelegt. Nun sollen zumindest 15.000 hochwertigste Skier sowie Paare der "Mittelklasse" weiter in Tirol hergestellt werden. Nur Billigstprodukte könnten ausgelagert werden. Von Kneissl waren 97 Mitarbeiter zur Kündigung angemeldet worden. Die Verhandlungen und strategischen Überlegungen würden "in mehrere Richtungen laufen", erklärte Betriebsrat Arthur Fuchs.

Arbeitsstiftung

Am Montag konnten die Arbeitnehmervertreter mit der Geschäftsleitung eine Einigung für zu kündigende Beschäftigte erzielen. Gegründet werden soll eine eigene Arbeitsstiftung mit einem Budget von maximal 100.000 Euro. Zur gesetzlichen Abfertigung soll eine freiwillige zwischen 1.000 und 2.000 Euro bezahlt werden. Zurückgenommen wurden außerdem die bereits erfolgten Kündigungen für sechs Arbeitnehmer. Bei dieser Einigung fehlt nur noch die Unterschrift des Kneissl-Vorstandsvorsitzenden, die am Freitag folgen soll. (APA)

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