Verhaltener Frauenanteil nach Kommunalwahlen im Burgenland

21. Oktober 2002, 20:21
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Sechs von 171 BürgermeisterInnen sind Frauen - gut ein Fünftel der Gemeinderäte weiblich

Eisenstadt - Zu den GewinnerInnen der burgenländischen Kommunalwahlen 2002 zählen auch die Frauen. Unter den 171 Gemeindeoberhäuptern finden sich mittlerweile sechs Frauen (fünf Sozialdemokratinnen, eine ÖVP-Politikerin); zuletzt waren es fünf. Die Zahl der weiblichen Gemeinderäte dürfte deutlich angestiegen sein. Mit konkreten Zahlen warteten am Montag SPÖ-Frauenvorsitzende LAbg. Gerti Spieß und LR Verena Dunst (S) auf. 285 der insgesamt 1.555 SPÖ-Gemeinderatssitze sind an Frauen gegangen, um 62 Prozent mehr als bei der Kommunalwahl 1997. Die anderen Parteien waren am Montag noch eifrig beschäftigt, den Frauenanteil zu berechnen.

Spieß spricht von Erfolg

SPÖ-Frauenchefin Spieß sprach angesichts der Zahlen aus ihrer Partei von einem "sehr, sehr guten Ergebnis". Die Kampagne "Frauen fördern, Frauen fordern" habe sich bezahlt gemacht. Man werde auch in Zukunft strategisch vorgehen und Frauen bestärken, ihre Kompetenzen in die Politik einzubringen. "Studien beweisen, dass man Frauen nur gewinnen kann, wenn sie für etwas zuständig sein können", meinte Spieß. An stundenlangen Sitzungen zeigten Frauen wenig Interesse.

Neu in der Riege der SPÖ-Bürgermeisterinnen ist Bundesrätin Anna Schlaffer. Für die neu gewählte Bürgermeisterin von Raiding wird die Förderung des Kulturerbes von Franz Liszt eine der Prioritäten sein. Mit großer Zustimmung wiedergewählt wurden die SPÖ-Bürgermeisterinnen von Mattersburg, Ingrid Salamon, von Pöttsching, Irene Izmenyi, von Forchtenstein, Friederike Reismüller sowie von Krensdorf, Gerti Ofenböck. Die SPÖ-Bürgermeisterin von Bad Sauerbrunn, Sylvia Linc, schaffte es nicht, im Amt bestätigt zu werden.

Eine Reihe von SPÖ-Kandidatinnen für den Gemeinderat schaffte es, dank vieler Vorzugsstimmen an vorderen Stellen platziert zu werden. "Edeltraud Hombauer in Baumgarten hat zum ersten Mal für den Gemeinderat kandidiert und ist bereits Vizebürgermeisterin", berichtete SPÖ-Frauensekretärin Hannelore Wallner. (APA)

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