"Durchbruch noch nicht da"

21. Oktober 2002, 14:19
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Pankl Racing Systems will über die Zukunft seines Hoffnungsträgers, dem Dieselkonverter, im Frühjahr 2003 entscheiden

Wien - Der steirische Zulieferer zu Rennsport und Flugzeugindustrie, Pankl Racing Systems AG wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2003 über das weitere Vorgehen bei der Entwicklung des projektierten Dieselkonverters für Lkw entscheiden. "Derzeit ist nicht zu beantworten, was da passieren wird, wir entwickeln weiter", sagte Pankl-Finanzvorstand Ernst Wustinger am Wochenende bei der Gewinn-Messe in Wien. Der Durchbruch sei "noch nicht voll da". Nach einer Umsatzwarnung und den Problemen mit der Entwicklung des Konverters, der auf dem Markt als Wachstums-Hoffnungsträger gilt, war der Kurs des Papiers ab Anfang Mai scharf von etwa 35 auf rund 10 Euro abgestürzt. Am Montag notierte die Aktie um etwa 13.30 Uhr bei 8,90 Euro.

Der Dieselkonverter arbeitet nach Angaben von Wustinger derzeit eigentlich eher als Filter. "Der Wirkungsgrad ist mit 85 Prozent weniger Schadstoffausstoß sehr gut, auch die Verteilungsrate auf kleine und große Russpartikel ist ausgewogen - aber es wird nicht unbedingt konvertiert", so Wustinger. Und eben diese angestrebte Umwandlung in Kohlendioxid würde den Pankl-Konverter einzigartig machen.

"Technologisch noch alles offen"

Derzeit führe man die Tests mit drei großen Motorenherstellern weiter durch und passe den Konverter der sich ständig verändernden Motorenentwicklung an. "Mit der derzeitigen Entwicklung sind auch andere Ziele (als das Konvertieren, Anm.) möglich, der Durchbruch ist aber noch nicht voll da", schränkte Wustinger ein. Auch in Hinblick auf die Einführung der neuen EU-Normen 2005 sei "technologisch noch alles offen".

Nächstes Ziel sei die Suche eines strategischen Partners zur Ausfinanzierung der Konverter-Weiterentwicklung, erläuterte Wustinger. Anfang Jänner werde es dazu weitere Details geben. (Reuters/APA)

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