Katholischer Familienverband legt "Wahlprüfsteine" vor

21. Oktober 2002, 11:56
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Kindergeld sei wesentlicher Paradigmenwechsel, Familie müßte aber grundsätzlich aufgewertet werden

Wien - "Wahlprüfsteine" zum Thema Familie sollen bei der Wahlentscheidung am 24. November helfen. Die politisch Verantwortlichen werden aufgefordert, zu den Vorstellungen des Katholischen Familienverbandes Österreichs (KFÖ) Stellung zu nehmen, erklärte Johannes Fenz, Präsident des Familienverbandes, am Montag in einer Pressekonferenz. Ein wesentlicher Paradigmenwechsel sei durch das Kindergeld bereits geschehen. Es müsse aber noch viel für die Familien geleistet werden, meinte Fenz.

Allgemeine Aufwertung der Familie gefordert

Familienleistungen müssten anerkannt, Familienleben ermöglicht und Familien müssten gestärkt und aufgewertet werden, fordert der KFÖ. Die einzelnen Forderungen des Familienverbandes: eine eigenständige Alterssicherung für Frauen, bei der die Kindererziehungszeiten besser angerechnet werden. Das Kindergeld müsse weiterentwickelt werden: d.h. keine Zuverdienstgrenze mehr, keine Einschränkung für AusländerInnen und die Ausweitung des Kündigungsschutzes auf zweieinhalb Jahre.

Familienzusammenführung von MigrantInnen

Die Dotierung des Familienlastenausgleichsfonds müsse sichergestellt und die Beiträge der Länder dazu sollten angehoben werden. Außerdem müsse es ein weiteres Angebot an bedarfsgerechten Kinderbetreuungsmodellen und innovativen Arbeitszeitmodellen geben. Dabei sollten gerade private Initiativen stärker unterstützt werden, forderte die KFÖ-Vizepräsidentin Eva Susanne Glatz. Die Familienzusammenführung von AusländerInnen solle menschenwürdig werden und die Wohnumwelt solle sich nicht nur an Autos, sondern vor allem an Kindern orientieren.

Arbeitsfreier Sonntag

Außerdem, so Fenz, müsse es mehr niederschwellige und flächendeckende Elternbildungsangebote geben. Der Sonntag müsse unter allen Umständen arbeitsfrei bleiben und die Eltern sollten im ländlichen Raum bei der Auswahl einer Hauptschule für ihre Kinder volle Wahlfreiheit, wie sie bei den AHS besteht, haben und dürften nicht mehr länger durch Einteilung in einem Schulsprengel beschränkt werden.(APA)

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