Verletzte bei NPD-Demonstration in Mecklenburg-Vorpommern

20. Oktober 2002, 15:56
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Es gab Zusammenstöße zwischen Polizei, Neonazis und Gegendemonstranten

Neubrandenburg - Am Rande einer Kundgebung von Rechtsextremisten ist es am Samstag im mecklenburgischen Neubrandenburg zu schweren Ausschreitungen gekommen. Wie die Polizei mitteilte, wurden bei einer gewalttätigen Gegendemonstration fünf Polizisten verletzt, einige von ihnen durch Stein- und Flaschenwürfe. Rund 700 Beamte seien im Einsatz gewesen, um Zusammenstöße zwischen den etwa 360 Neonazis und etwa 500 Gegendemonstranten zu verhindern. 29 Personen wurden demnach vorübergehend festgenommen, gegen 33 wurden Strafverfahren eingeleitet.

Von einer Gruppe von etwa 150 gewaltbereiten Demonstranten aus der linken Szene seien trotz einer deeskalierenden Strategie massive Angriffe gegen die Polizei ausgegangen, hieß es. Die Störer seien aus allen Richtungen angereist, 25 Personen stammten demnach aus der autonomen Szene in Berlin. Bei den Ausschreitungen seien auch fünf Einsatzfahrzeuge beschädigt worden.

Nach Angaben der Polizei waren zu einer angemeldeten Kundgebung des "Kameradschaftsbundes Usedom" etwa 360 Personen gekommen, die sich am Mittag auf dem Bahnhofsplatz der Stadt versammelten. Dabei seien Parolen gerufen und Musik abgespielt worden. Die Polizei schritt nicht dagegen ein, erklärte aber, dass deren Inhalt auf strafrechtliche Relevanz geprüft werde. (APA/AP)

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