Stefano Giannotti mit dem Karl-Sczuka-Preis ausgezeichnet

20. Oktober 2002, 12:54
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Auszeichnung für Hörspiel als Radiokunst

Der Komponist Stefano Giannotti ist am Samstag in Donaueschingen mit dem Karl-Sczuka-Preis für Hörspiel als Radiokunst ausgezeichnet worden. Nach Angaben des Südwestrundfunks, Stifter des mit 12.500 Euro dotierten Preises, wird damit der 1963 geborene Komponist für seine Produktion "Il tempo cambia/Time Changes", 32 Hörminiaturen nach dem chinesischen Buch der Wandlungen ("I Ging"), gewürdigt. Der Preis wurde während der Donaueschinger Musiktage von SWR-Hörfunkdirektor Bernhard Hermann und von Christina Weiss überreicht, der designierten Staatsministerin für Kultur und Medien. Weiss ist seit 1994 Mitglied der Jury.

Den Karl-Sczuka-Förderpreis in Höhe von 5000 Euro erhielt der 1964 in Marl geborene Klangkünstler und Filmkomponist Andreas Bick für seine Produktion "Windscapes". 94 Autoren aus 20 Ländern hatten 72 Beiträge eingereicht. "Die Radiokunst scheint auch heute noch reizvoll zu sein, sogar wieder reizvoller zu werden", sagte Weiss.

Der seit 1955 vom Südwestfunk Baden-Baden und seit der Senderfusion vom Südwestrundfunk vergebene Karl-Sczuka-Preis ist nach dem Hauskomponisten der SWF-Gründerjahre benannt und wurde zunächst für Hörspielmusik vergeben. Seit 1972 wird er öffentlich ausgeschrieben und während der Donaueschinger Musiktage verliehen für die "beste Produktion eines Hörwerks, das in akustischen Spielformen musikalische Materialien und Strukturen benutzt." (APA/dpa)

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