Europäischer Fernseh-und Radiopreis "Prix Europa" vergeben

20. Oktober 2002, 12:04
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Preis im Bereich Non-Fiction an WDR- Sendung "Bellaria - so lange wir leben!"

Deutschland und Schweden sind mit je vier Preisen die erfolgreichsten Teilnehmerländer am internationalen Hörfunk-, Fernseh- und Internetwettbewerb "Prix Europa", der am Samstag vergeben wurde. Insgesamt verliehen die Jurys in der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg zwölf Auszeichnungen in acht Kategorien mit Preisgeldern von insgesamt 81.000 Euro sowie zahlreiche lobende Erwähnungen. Drei Preise gingen in die Niederlande, einer nach Weißrussland.

Für Fernsehproduktionen wurden sechs Siegerstatuen vergeben. Die Fernsehdokumentation "Die Feuerfalle von Rostock" für die ARD-Reihe "Das rote Quadrat" erhält den diesjährigen "Prix Europa" für den besten Hintergrundbericht. Die Produktion des Hessischen Rundfunks von Regisseur Kamil Taylan schildert die Ereignisse um den Brandanschlag auf ein Heim für Asylbewerber 1992 in Rostock.

Preis für Sendung über wiener Nostalgie-Kino

Der Preis in der Kategorie Fiktion ging an den schwedischen Beitrag "The marriage of Gustav III.", im Bereich Non-Fiction gewann die WDR- Sendung "Bellaria - so lange wir leben!" über ein Nostalgie-Kino in Wien. Spezialpreise in diesen Kategorien gingen an die Low-Budget- Produktionen "The first gypsy in space" (Schweden) und "We are living on the edge" (Weißrussland). Die "Iris"-Auszeichnung für multikulturelle Programme erhielt "In an alien land" aus Schweden.

Radiopreise

Die Radiopreise gingen an fünf Produktionen. Beste Features waren "Omma and Mamma" aus den Niederlanden und "Der Grenzgänger" von SFB und ORB. Die Sieger der Kategorie Hörspiel waren "Zeeland Girl" (Niederlande) und "Top Hit leicht gemacht" vom WDR. Die niederländische Produktion "Dutch Disaster" gewann im Bereich Hintergrundinformation den Willy-Brandt-Zukunftspreis. Ein Internetpreis ging an eine Seite des schwedischen Senders SVT.

Für den Wettbewerb unter der Schirmherrschaft des EU- Parlamentspräsidenten Pat Cox waren mehr als 600 Beiträge aus fast 40 Ländern eingegangen. Rund 1000 Teilnehmer kamen zu der einwöchigen Veranstaltung, ein Rekord für den zum 16. Mal ausgetragenen, größten europäischen Medienwettbewerb. Getragen wird der "Prix Europa" unter anderem vom Europarat, der Europäischen Kommission und dem Europaparlament sowie von zahlreichen europäischen Rundfunk- und Fernsehanstalten. (APA/dpa)

  • Artikelbild
    foto: www.prix-europa.de
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