Jeden Tag ein neuer Name

21. Oktober 2002, 17:00
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Deutsche Telekom: Nach Schumacher-Absage ist nun angeblich Ex-Wirtschaftsminister Müller Favorit für den Vorstandssessel

Bonn/Berlin - Der scheidende Wirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) soll nach einem Zeitungsbericht soll auf Wunsch von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) Telekom-Chef werden. Der "Rheinische Merkur" (Donnerstagsausgabe) berichtete vorab, der Kanzler habe sich bemüht, Müller bei dem Telefonkonzern als Nachfolger zu etablieren. Die deutsche Bundesregierung wies den Bericht jedoch zurück. Ein Regierungssprecher sagte dagegen, der Bericht sei "frei erfunden und entbehrt jeder Grundlage". Die Telekom wolle sich am 14. November in einer Aufsichtsratssitzung mit der Personalie befassen, hieß es weiter.

Telekom-Chef Helmut Sihler und der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Hans-Dietrich Winkhaus, wollen bis Dezember einen Nachfolger für den im Juli zurückgetretenen Ron Sommer präsentieren. Am Montag hatte Infineon-Chef Ulrich Schuhmacher Presseberichte vom Wochenende dementiert, zur Telekom wechseln zu wollen. Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hatte berichtet, Sihler und Winkhaus führten seit einigen Wochen intensive Verhandlungen mit Schumacher. Dieser solle einer von drei externen Kandidaten für den Posten des Telekom-Chefs sein, die dem Aufsichtsratspräsidium vorschlagen werden.

Kandidatenkarussell

Nach weiteren Angaben des "Rheinischen Merkur stehen nur noch zwei externe Kandidaten auf der Vorschlagsliste für den Spitzenjob, nämlich Jens Adler von der Swisscom und Gottfried Dutiné von Philipps. Ein interne Regelung der Nachfolgefrage sei aber die wahrscheinlichere Lösung.

Hierzu gehören die drei Vorstandsmitglieder Kai-Uwe Ricke, Karl- Gerhard Eick und Josef Brauner sowie der Chef von T-Online, Thomas Holtrop. Nach weiteren Angaben der Bonner Wochenzeitung gibt es aber auch Überlegungen, die Personalentscheidung zu vertagen und den Vertrag mit Interimschef Sihler auf unbestimmte Zeit zu verlängern. (APA/dpa)

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