Uribe verhängt nächtliches Fahrverbot im Norden Kolumbiens

20. Oktober 2002, 23:00
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Polizist bei Bombenanschlag der FARC getötet - Bürgermeister in der Nacht auf Samstag von Rebellen erschossen

Bogota - Der kolumbianische Präsident Alvaro Uribe hat über weite Teile im Norden des Landes ein nächtliches Fahrverbot verhängt. Demnach dürfen die wichtigsten Straßenverbindungen zwischen 24 Städten in den Provinzen Sucre und Bolivar zwischen 22.00 Uhr und 05.00 Uhr nicht benutzt werden, wie am Sonntag in Bogota bekannt gegeben wurde. In ländlichen Regionen gilt das Fahrverbot bereits ab 19.00 Uhr. Die Regierung will damit die Kontrolle über Gebiete zurückerlangen, in denen seit Jahren bewaffnete Rebellen operieren.

Im Nordwesten von Bogota kam unterdessen ein Polizist bei der Überprüfung einer Autobombe ums Leben, die nach Geheimdienstangaben von den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (FARC) deponiert worden war. Der Sprengsatz sei so geschickt versteckt gewesen, dass er zwangläufig habe explodieren müssen, hieß es.

Auch im Süden Kolumbiens schlug die linksgerichtete FARC offenbar wieder zu. Bei Campoalegre, rund 270 Kilometer südwestlich von Bogota, wurden in der Nacht zum Samstag der Bürgermeister des Ortes sowie zwei Stadträte erschossen. Die drei Männer hatten zu den Hunderten Kommunalpolitikern gehört, denen die FARC einen Rücktritt nahe gelegt und andernfalls mit dem Tode gedroht hatte. Präsident Uribe hat bei seiner Wahl Ende Mai versprochen, den Rebellen im Lande das Handwerk zu legen.(APA/AP)

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    foto: epa/afpi/fernando vergara
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