Strasser: Wer legal hier ist, darf arbeiten

20. Oktober 2002, 18:21
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Ferrero-Waldner sieht Manko der ÖVP bei Zuwanderern

Alpbach - Innenminister Ernst Strasser hat am Samstagabend klargestellt, dass die Harmonisierung von Aufenthalts- und Beschäftigungsrecht bereits weitgehend realisiert sei. Wer legal hier lebt, darf auch hier arbeiten. Dieser Grundsatz sei bereits Gesetz und werde mit 1. Jänner in über 90 Prozent der Fälle umgesetzt, erklärte Strasser beim ÖVP-Bundeskongress in Alpbach.

In der Asylpolitik wies Strasser die Forderung des geschäftsführenden SPÖ-Klubobmannes Josef Cap zurück, dass man sich für die Erstabklärung eines Asylantrages vier Wochen lang Zeit lassen sollte. "Das wäre ein ganz brutales Verlassen der europäischen Linie und gegen die europäischen Harmonisierungsbestrebungen gerichtet." Außerdem wäre es nach Ansicht Strassers gegen alle Betroffenen und direkt gegen die Österreicher gerichtet. Strasser strebt eine Erstabklärung der Asylanträge innerhalb von 72 Stunden an.

Außenministerin Benita Ferrero-Waldner betonte, die ÖVP habe ein Manko bei den Zuwanderern und den Neo-Österreichern. Die Volkspartei solle sich auch um diese Gruppe kümmern, die immer größer werde, derzeit aber "in einem anderen Fahrwasser" sei. Sie begrüße etwa, dass auf der Wiener Nationalratsliste auch eine eingebürgerte Türkin kandidiere.

Biometrie

Der Chef der Staatsdruckerei, Johannes Strohmayer erläuterte die Möglichkeiten der Biometrie zur Identifikation von Personen. Der Fingerprint auf Ausweisen ist für Strohmayer eine "veraltete Technologie". Die Zukunft gehört seiner Ansicht nach der Gesichtsgeometrie. Dabei wird mit einer Kamera das Gesicht vermessen. (APA)

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