OMV-Chef sieht Ölpreis mittelfristig wieder bei 18 bis 20 Dollar

20. Oktober 2002, 16:50
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Aktueller Preis enthält sechs bis sieben Dollar "Kriegsprämie"

Wien - Sobald die Irak-Krise gelöst ist, wird sich der derzeit bei rund 30 Dollar pro Fass liegende Ölpreis mittelfristig wieder auf einem Niveau von 18 bis 20 Dollar einpendeln, nimmt OMV-Generaldirektor Wolfgang Ruttenstorfer an. Im jetzigen Ölpreis sei eine "Kriegsprämie" von 6 bis 7 Dollar je Barrel enthalten, die rasch verschwinden werde, sobald es in der Irak-Frage eine "Lösung" gebe, meinte der OMV-Chef am Samstag auf der "Gewinn"-Messe in Wien.

Da die OMV auf längere Sicht wieder von einem Preisrückgang auf 18 bis 20 Dollar ausgehe, erwerbe man heute Ölfelder zu einem vergleichbaren Preis von 18 Dollar je Barrel und nicht zu 30 Dollar. Dabei trachte man jedoch, auch bei einem allfälligen Absturz des Ölpreises auf 12 oder 13 Dollar noch keine Verluste zu machen.

Weiter nach oben treiben wird die Irak-Krise den Ölpreis nach Einschätzung von Ruttenstorfer nicht mehr: "Ich glaube nicht, dass er noch weiter steigt". Dies gelte selbst für den Fall, dass es betreffend den Irak zu keiner Beruhigung komme, sondern ein Krieg unvermeidlich scheine, was er jedoch nicht hoffe. "Sobald sich eine Lösung abzeichnet, wird der Ölpreis auch sehr rasch wieder nach unten fallen." Dies sei beim seinerzeitigen Golfkrieg nach dem Einmarsch des Irak in Kuwait ebenfalls binnen weniger Wochen der Fall gewesen. (APA)

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