US-Pläne für Palästinenserstaat "nehmen Gestalt an"

19. Oktober 2002, 14:28
13 Postings

US-Gesandter Burns: Terrorismus, aber auch Erniedrigung der Palästinenser müssten ein Ende finden

Kairo - Die amerikanische Regierung ist nach den Worten von US-Nahostvermittler William Burns fest entschlossen, ihren Plan für einen unabhängigen Palästinenserstaat voranzutreiben. "Zusammen mit unseren Partnern (...) und den Betroffenen selbst versuchen wir, konkrete Ideen zu entwickeln, um die Zwei-Staaten-Vision von Präsident George W. Bush Realität werden zu lassen", sagte Burns am Samstag nach einem Treffen mit dem ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak in Kairo.

Der (palästinensische) Terrorismus und das Leiden und die Erniedrigung der unter Besatzung lebenden Palästinenser müssten ein Ende finden, betonte der US-Vermittler. Das so genannte Nahost- Quartett (USA, EU, Russland und die Vereinten Nationen) versuche nun, die Schritte für den bereits in New York im September besprochenen Drei-Phasen-Plan genau festzulegen. "Ich denke, dabei machen wir gute Fortschritte", erklärte Burns. Es sei falsch zu denken, dass die US-Regierung den Nahost-Konflikt wegen der Irak-Frage aus dem Blick verloren habe. Kairo ist die erste Station einer umfassenden Nahost-Reise des US-Vermittlers.

Nach Berichten des israelischen Armeeradios vom Freitag hat Ministerpräsident Ariel Sharon den in der jüngsten US-Initiative vorgeschlagenen neuen Zeitplan zwar grundsätzlich akzeptiert. Endgültig wolle sich der Regierungschef aber nicht auf den Plan festlegen, hieß es. (APA/dpa)

Share if you care.