SPÖ in allen Umfragen voran

19. Oktober 2002, 11:29
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Käme derzeit auf 37 Prozent - FPÖ und Grüne kämpfen um den dritten Platz

Wien - Fünf Wochen vor der Nationalratswahl am 24. November liegt die SPÖ in allen Umfragen klar an erster Stelle. Es zeichnet sich dabei ein Wert von 37 Prozent ab. Ein Rennen um den dritten Platz scheinen sich indessen Freiheitliche und Grüne zu liefern - hier wiesen die verschiedenen Meinungsforschungsinstitute allerdings unterschiedliche Werte aus.

Gallup (für "News") sieht die SPÖ derzeit bei 37 Prozent, die ÖVP bei 35 Prozent sowie Grüne und FPÖ jeweils bei 13 Prozent. Damit läge Rot-Grün mit 50 Prozent knapp vor Schwarz-Blau mit 48 Prozent. Gegenüber der Vorwoche konstatiert Gallup einen Gewinn von einem Prozentpunkt für die Sozialdemokraten, die diese Woche den ORF-Anchorman Josef Broukal ins Rennen um Wählerstimmen schickten. Weiter im Sinken begriffen sind dagegen die Freiheitlichen, die innerhalb der vergangenen Woche von 15 auf nunmehr 13 Prozent fielen.

Broukal beliebt

OGM (für "Format") ortet die SPÖ ebenfalls bei 37 Prozent, die ÖVP auch bei 35 Prozent. Hier liegen die Grünen mit 13 Prozent allerdings schon vor den Freiheitlichen mit zwölf Prozent. Eine hohe Beliebtheit wird für Broukal ausgewiesen: 60 Prozent der Österreicher hätten eine gute Meinung von dem ORF-Journalisten, nur 14 Prozent eine schlechte. Für den fernseh-tauglichsten Politiker halten die von OGM Befragten Bundeskanzler und ÖVP-Chef Wolfgang Schüssel (31 Prozent). Auf Platz zwei landet Grünen-Chef Alexander Van der Bellen mit 23 Prozent. SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer kommt auf elf Prozent.

Auch "market" (für den Standard) sieht die SPÖ bei 37 Prozent. Die ÖVP käme nach dieser Umfrage auf 36 Prozent. Die FPÖ läge allerdings klar auf Platz drei mit 15 Prozent, die Grünen kämen auf elf Prozent. Auch von "market" wird der Faktor der Kandidatur Broukals für die SPÖ unterstrichen: 72 Prozent der Befragten sähen im Antreten des ORF-Mannes eine Stärkung der SPÖ.

"ISMA" erhob diese Woche für "profil" den Stand in Sachen Kanzlerfrage. Auch hier konnte die SPÖ aufholen - Schüssel liegt aber immer noch klar voran. Bei einer Direktwahl des Bundeskanzlers käme der ÖVP-Chef derzeit auf 37 Prozent, SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer auf 27 Prozent. Eine Woche zuvor waren es noch um sechs Prozentpunkte weniger gewesen. Schüssel legte um zwei Prozentpunkte. Zurück fiel indessen Grünen-Chef Alexander Van der Bellen - von 28 auf nunmehr 17 Prozent. FPÖ-Bundesobmann Mathias Reichhold würden nach fünf Prozent in der Vorwoche nun acht Prozent der Befragten zum Kanzler wählen. (APA)

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