UNO-Sicherheitsrat hebt Reiseverbot für UNITA-Rebellen auf

19. Oktober 2002, 10:16
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Fortschritte bei der Verwirklichung des Friedensabkommens von Lusaka

New York - Angesichts der sich stabilisierenden Lage in Angola will der UNO-Sicherheitsrat am Freitag das Reiseverbot für UNITA-Rebellen aufheben. Das höchste Gremium der Vereinten Nationen zeigte sich ermutigt davon, dass der am 4. April geschlossene Waffenstillstand gehalten habe und Fortschritte bei der Verwirklichung des 1994 geschlossenen - und seitdem mehrfach gebrochenen - Friedensabkommens von Lusaka gemacht würden. Das Reiseverbot für die Rebellen solle nach Ablaufen der Sanktion am 14. November nicht mehr verlängert werden.

Der Sicherheitsrat begrüßte, dass die linksgerichtete Regierung und die UNITA seit dem Frühjahr mehrere Schritte eingeleitet hätten, den seit 1975 andauernden Bürgerkrieg zu beenden. Die Regierung bereitet derzeit eine große Operation vor, mit der 300.000 ehemaligen Guerillakämpfern und ihren Familien die Rückkehr in ihre Heimatregionen ermöglicht werden soll. Der Sicherheitsrat betonte aber auch, dass es noch immer Gefahren für den Friedensprozess gebe.

Um die UNITA zum Ende des längsten Krieges in Afrika zu zwingen, hat der Sicherheitsrat eine Exportverbot für Diamanten verhängt, mit denen die Rebellen ihren Kampf finanzierten. Weitere Sanktionen sind ein Waffen- und Treibstoffembargo und das Reiseverbot. Der Sicherheitsrat verlängerte das Mandat einer Beobachtungsgruppe für die Überwachung der Wirksamkeit der Sanktionen bis zum 19. Dezember. (APA/AP)

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