Indische Filmindustrie gründet Fonds gegen Raubkopierer

19. Oktober 2002, 10:06
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Alle Beschäftigten sollen einzahlen

Die indische Filmindustrie - das ist die größte der Welt - will künftig in eigener Regie gegen Raubkopierer vorgehen. Wie ein führender Filmproduzent am Freitag mitteilte, sollen alle Beschäftigten der Branche - vom Filmstar über Produzenten und Regisseure bis zu Stunt-Leuten und Aushilfen - ein Prozent ihres Einkommens in einen Anti-Piraterie-Fonds einzahlen. Die Regierung habe zugesagt, ein Gesetz einzubringen, das dies zwingend vorschreiben soll, sagte Yash Chopra, Produzent und Vorsitzender des Entertainment-Komitees der Vereinigung Indischer Industrie- und Handelskammern.

Pensonierte Polizistin als Retter der Industrie

Der zunehmende Verkauf von Raubkopien von "Bollywood"-Filmen sei erschreckend, sagte er auf einer Konferenz in Hyderabad. Für eigene Anti-Piraterie-Einheiten sollten pensionierte Polizeioffiziere und andere Experten angeworben werden. Nach Angaben des Filmproduzenten B.V. Reddy gehen die Verkäufe von Filmen auf Video, VCD und DVD kurz nach der Veröffentlichung um mittlerweile bis zu 30 Prozent zurück, wenn Raubkopien in Umlauf kämen.(APA/AP)

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