Kärnten: Asfinag ärgert Pächter mit neuem "Fun-Park"

18. Oktober 2002, 20:05
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Eine neue Kärntner Tourismusattraktion sorgt wieder für Konflikte. Ein "Fun-Park" gefährdet das Naturschutzgebiet um den Dobratsch...

Klagenfurt - Kärnten soll einmal mehr eine neue Tourismusattraktion erhalten. Der Hermagorer Unternehmer Gerhard Pongratz will unmittelbar angrenzend an die Autobahnraststätte "Südrast" bei Arnoldstein auf 3700 Quadratmetern einen so genannten "Fun-Park" errichten. Die fertigen Verträge mit der Grundstückseigentümerin, der Asfinang, hat Pongratz - unterstützt von FP-Landesrat Karl Pfeiffenberger - schon in der Tasche.

Allerdings: Dem Betreiber der Raststätte, Rudolf Rainer, der den Betrieb seit Jahren erfolgreich führt und weiter expandieren will, wurde das neue Projekt geradezu vor die Nase geknallt. Er befürchtet dadurch erhebliche Störungen seines Geschäfts.

Geplante zweistöckige Halle

Zudem würde die geplante zweistöckige Halle unmittelbar vor seinen Aussichtsterrassen hochgezogen. Noch dazu war ihm das Grundstück, auf dem nun der Fun-Park errichtet werden soll, von der Asfinag für einen weiteren Ausbau zugesichert worden. Überdies würde der Fun-Park das dahinter liegende Naturschutzgebiet um den Dobratsch beeinträchtigen.

"Pongratz und die Asfinag haben mich einfach vor vollendete Tatsachen gestellt", zeigt sich Rainer im Gespräch mit dem STANDARD über die Vorgangsweise empört. "Wenn man diesen Vergnügungspark verwirklicht, dann gibt es für meinen Betrieb und für meine Familie hier keine Zukunft mehr."

"Ich will das Projekt selbst nicht verhindern, aber man soll einen anderen Standort für das Projekt suchen", argumentiert Rainer. Das aber will Fun-Park-Errichter Pongratz nicht. Auch über die Behördenzuständigkeit gibt es Streit: Das Grundstück muss erst entsprechend gewidmet werden. Dabei wird der Ball nun zwischen Land und Gemeinde Arnoldstein hin- und hergeschoben. (Elisabeth Steiner, DERSTANDARD Printausgabe 19/20.10.2002)

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