Massenbegräbnis im Gaza-Streifen

18. Oktober 2002, 19:23
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Zehntausende Palästinenser fordern Vergeltung für Opfer

Gaza/Jerusalem - Zehntausende Palästinenser haben am Freitag bei einem Massenbegräbnis für mehrere Opfer des israelische Angriffs im Gaza-Streifen vom Vortag Vergeltung gefordert. Die "Al-Aksa-Märtyrerbrigaden" kündigten Rache für die acht getöteten Palästinenser an. Bei einem neuen Zwischenfall erschossen israelische Soldaten einen Aktivisten der radikalen islamischen Hamas-Bewegung.

Bei dem Massenbegräbnis in der Stadt Rafah im südlichen Gaza-Streifen trugen mindestens 40 000 Palästinenser sechs Opfer des israelischen Angriffs zu Grabe. Begleitet von Gewehrsalven kündigte ein Hamas-Aktivist an, das "kriminelle Massaker innerhalb von 24 Stunden zu rächen". Nach Angaben des örtlichen Krankenhauses, die vom Sonderberater von Präsident Yasser Arafat, Nabil Abu Rudeina, bestätigt wurden, hatte der Angriff auf ein Flüchtlingslager vom Vortag drei Männer, zwei Frauen und drei Kinder das Leben gekostet. Mindestens 50 Menschen wurden verletzt.

Ein Palästinenser starb unterdessen bei einem Angriff auf einen israelischen Militärkonvoi. Der Mann warf nach Angaben aus israelischen und palästinensischen Kreisen einen Sprengsatz auf die Armeefahrzeuge. Bei der Detonation in der Nähe der Siedlung Dugit seien zwei israelische Soldaten leicht verletzt worden. Die Hamas übernahm die Verantwortung für den Anschlag. (APA/dpa/AFP)

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