Finz verlangt Beibehaltung des Stabilitätspakts

18. Oktober 2002, 17:37
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Finanz-Staatssekretär: Länder müssen strukturelle Probleme lösen

Wien - "Der Stabilitätspakt muss in seiner jetzigen Form bestehen bleiben". Dies fordert Österreichs Finanz-Staatssekretär Alfred Finz (V) in einem Interview mit der Tageszeitung "Kurier" (Samstag-Ausgabe). Statt höherer Schulden müssten die großen Euro-Länder ihre strukturellen Probleme lösen. Als Beispiel nannte er Frankreich. Dort müsse man "einmal beim öffentlichen Dienst ansetzen", so Finz.

"Gewaltinvestitionen"

Außerdem warnt Finz vor "Gewaltinvestitionen", die durch Haushaltsdefizite finanziert werden. Die Japaner würden seit Jahren Geld in Infrastruktur pumpen, ohne die Wirtschaft belebt zu haben. Vom so genannten "strukturellen Defizit", bei dem das Konjunktur bedingte Defizit vom nominellen Defizit abgezogen wird, hält Finz nichts. "Das wäre viel zu schwammig", meint der Staatssekretär. (APA)

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